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Bootsektorvirus oder HDD defekt?





Frage

Hallo an alle, habe folgendes Problem: Notebook mit Windows XP, 40GB-HDD und CD-RW. WinXP von Werk installiert, HDD mit PM8.0 geteilt. Nach wenigen Wochen lief nix mehr. Verdacht auf defekte HDD. Weil noch Garantie drauf ist wurde das Notebook eingeschickt. Hersteller hat die HDD gereinigt und neu bespielt (WinXP), leider mit komplettem Datenverlußt. Zu Hause wieder neu partitioniert, System läuft 2 Wochen, dann geht das XP nur noch bis zum Startbildschirm (Nutzer auswählen), nach Auswahl startet der Rechner neu. Wieder Platte leer gemacht, partitioniert, original WinXP drauf, HDD partitioniert, alles wieder schön. Nach einer Woche findet der Rechner beim Hochfahren keine bootfähige Partition mehr. WAS KANN DAS SEIN ??? Ist die HDD defekt oder ist vielleicht ein Bootsektorvirus drauf? Das die Platte defekt ist kann ich mir nicht vorstellen, denn über die Recovery-CD läßt sich ja das XP problemlos neu installieren. Allerdings hatte sie eine Zeit lang komische Geräusche gemacht. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, wie sich da ein Bootsektorvirus festkrallen kann, wo ich doch die Platte bei der Neuinstallation komplett formatiere und das XP drüberbügel. Meine Frage: - wie funktioniert der Bootsektor und was passiert mit ihm beim Formatieren und Neuinstallieren? - wie kann ich einen Virustest (f-prod) im DOS machen, wenn ich kein Diskettenlaufwerk zum booten habe? - kann da vielleicht auch ein Virus im Arbeitsspeicher sein und bleiben? Vielen Dank für Eure Hilfe, Gruß Sven.

Antwort 1 von sv_t

Ach ja, müsste vielleicht noch folgendes hinzufügen,

Jedes Mal, bevor der Rechner nicht mehr richtig hochgefahren ist,
hatte sich das XP aufgehangen und ließ sich nur noch mit Power-OFF
(nicht über Startmenü "Herunterfahren") ausschalten.

Nochmals Danke, Gruß Sven.

Antwort 2 von ChatAlligator

Zu Frage 1
(Wenn es dir auch nicht weiter hilft):
Jede primäre Partition hat einen Bootsektor, in die (zu mindest bei älteren Betriebssystemen) die Bootsequenz des Betriebssstems geschrieben wird. Hier müsste auch die Information über die erweiterte Partition und die Definition der Formatierung liegen.
Zusätzlich hat die Platte noch einen Sector als Master-Boot-Record (MBR), worin z.B. steht, welche primäre Partition die aktive sein soll und wo eine Partition anfängt/endet, auf der der Boot-Sektor / Boot-Sequenz gesucht werden soll.
In diesen MBR kann sich auch ein Boot-Virus festsetzen.

Wenn FDISK ausgeführt wird, bietet es dir nicht nur die Partitionierungsmöglichkeiten an, sondern auch welche Partition aktiv sein soll (also gebootet werden soll), sondern auch, welche Festplatte als Bootfestplatte aktiviert werden soll

Zu Frage 2:
Ohne Software kein Test
(es gibt allenfalls eine winzige Chance, dass das BIOS einen Bootvirentest vollziehen kann)
Hat man hier einen Verdacht so kann man mit einem gestarteten DOS (z.B. von einer Windows98 Installations-CD) mit dem Befehl FDISK /MBR den MBR auf Standardwerte setzen und somit Viren und Bootloader daraus entfernen, Bootviren, die nicht im MBR sitzen sollten durch eine Formatierung samt Bootsektor überschrieben sein

Zu Frage 3:
Eindeutig NEIN
Der Arbeitsspeicher ist ein flüchtiger Speicher, der seinen Inhalt mit dem Ausschalten verliert.
Es gibt allerdings alte CMOS-Vieren, die sich im Flash-Speicher des CMOS-Chips einschreiben, in dem sich auch das BIOS befindet

Ich möchte einen Virus nicht generell ausschließen, doch halte ich einen Hardwaredefekt für deutlich wahrscheinlicher

Antwort 3 von sv_t

Hallo und danke für die Antwort.

Ich denke ja auch das es eher ein Hardwareproblem ist.

Ich will mal die Variante mit der Win98-CD und FDISK /MBR probieren.
Wenn garnix hilft muss ich wohl die HDD tauschen.

Also nochmals Danke und bis (hoffentlich nicht) zum nächsten Problem.

Gruß Sven.

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