Thema: online durchsuchungen


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Diskussionsgruppe: PC-Sonstiges

hi
tja, an irgendeinem tag, irgendwannmal hat ja irgendwer beschlossen, dass onlinedurchsuchungen der polizei in deutschland erlaubt sind.
1.: stimmt das
falls nein: dann nbin ich ja beruhigt :-)
flalls ja:
a) ist es legal sich dagen zu sch+tzen
b) wie schütze ich mich
c) ein bekannter hat mir erzählt, dass es zum beispiel verboten ist einige hacker-toolz zb zur überprüfungen seiner offenen ports zu benutzen. ist das richtig?

mfg

Von: some1unknown Datum: 05.05.2007, 19:02

alle Antworten zu dieser Frage




Antwort 1 von Aussermensch vom 05.05.2007, 19:16
Alles ist bald verboten, aber Online- Durchsuchungen sind "noch" nicht erlaubt, aber vermutlich bald, denn das Gesetz dazu würd noch geprüft. Wenn es verabschiedet wird, sind wir wieder einen Schritt näher am totalen Überwachungsstaat.

Bald kommt dann die DNS-Datenbank wo das Erbgut eines jeden Bürgers gespeichert wird... George Orwell hatte mit 1984 Recht, nur mit der Zeit hat er sich vertan.

Ob es illegal ist, sich davor zu schützen weiß ich nicht, aber ich glaube nicht das man sich schützen kann. Denn wenn das Internet offen ist, können ja Daten ein und ausgehen und dann werden die auch ihre Methoden haben, sich überall unbemerkt einzuhacken. Da wird auch die beste Firewall nichts nützen.

Außermensch

Antwort 2 von some1unknown vom 05.05.2007, 19:24
hi
dank dir erstma für die antwort

Zitat:
ch glaube nicht das man sich schützen kann

ich nehm mal an, weil der staat so ziemlich alles machen kann was er will

könnte man denn zum beispiel sagen, man macht auf seine platte 3partitionen, auf eine ein linux fürs surfen das nur zugriff auf partition3 hat und auf 2eine mit win für alles wofür man win brauch OHNE internetverbindung?
also 3als daten-austauschpartition und linux darf nichts auf seiner partition verändern?

Antwort 3 von Aussermensch vom 05.05.2007, 20:19
Ich hatte mal Linux und XP zusammen auf einem Rechner, das ging. Aber war von Linux nicht so begeistert, darum hatte ich es wieder runtergeschmissen. Ist auch schon lange her.

Aber ich muss mir keine Sorgen machen, da ich kein illegales Zeugs auf dem PC habe, ich hatte früher auch mal wie fast jeder in Tauschbörsen gezogen, bis dann die Polizei geklingelt hat wegen einer Hausdurchsuchung. Das Verfahren wurde zwar eingestellt, aber den PC durfte ich nicht zurück bekommen. Dazu kamen 600 € Anwaltskosten...

Ich mache sowas nie wieder! Habe jetzt einen neuen Rechner und alle Programme gekauft die ich brauche. Da werden die nix mehr finden, aber die sagen ja, sie wollen die Online-Durchsuchungen in erster Linie machen, um Terroranschläge zu verhindern... Außerdem ist das nicht das Einzige, denn es gibt auch ein neues Gesetz zum Datenschutz, es werden künftig alle E-Mails und Internetverbindungen für 6 Monate gespeichert, ebenso Telefonate und SMS-Nachrichten, bei Handys auch die Standorte, von wo aus telefoniert wurde.

Also wie soll man sich da schützen? Da bleibt einem nichts anderes übrig, als ein braver Bürger zu sein.

<ironie> Aber ist es nicht ein schönes Gefühl zu wissen, dass Big Brother uns beobachtet, unsere Mails liest und Telefonate mithört? Ist ja nur zu unserem eigenen Schutz denn die Bürger können sich ja nicht selber schützen... </ironie>

Big Brother lässt grüßen, die Stasi lebt!


Außermensch

Antwort 4 von MixMax vom 05.05.2007, 21:10
Ich würde ja gerne mal die Herren aus der Politik persönlich sprechen und würde zu gerne erfahren wie die sich die PRAKTISCHE umsetzung vorstellen würde man dies regulär erlauben...

Dabei geht es mir NICHT darum das ich wissen will wie das gemacht werden würde um mich davor zu schützen sondern einfach um die tatsache das es technisch einfach nicht realisierbar ist wie eine Hausdurchsuchung oder ein abhören der ein und ausgehenden Informationen über die Telefonleitung/DSLLeitung.

Selbst wenn es bei einem PC aufgrund fehlender Sicherheitsupdates oder vielleicht auch bestimmter Scenarien*1 (die sehr abwägig sind) bei einzelnen möglich wäre eine Durchsuchung eines PC's vorzunehmen, halte ich es für unwahrscheinlich, dass man damit einen Erfolg haben könnte.

Da Durchsuchungen dieser Art wohl nur bei direkten Tatverdacht von schweren Straftaten stattfinden können, wird wohl kaum einer davon betroffen sein.
Es ist wohl wahrscheinlicher, dass man einfach morgens um 6 bei betroffener person klingelt und einfach den ganzen PC samt Backups mitnimmt. Denn wer sagt denn das die gesuchten Daten a) überhaupt auf der Festplatte sind und b) bei entdecken einer onlinedurchsuchung die verbindung gekapt wird bevor die durchsuchung Ergebnisse liefert und Daten vernichtet werden wenn keine Ordnungskraft in der Wohnung ist die den Täter dran hindert.

ich sage ALLES UNFUG VON POLITIKERN DIE KEINE AHNUNG HABEN!

1* theoretisch könnte ich mir eine durchführung vorstellen, auch bei einem abgesicherten System unter bestimmten vorraussetzungen:
a) es ist bekannt welches Betriebssystem der verdächtige einsetzt (das müste rauszufinden sein, wenn ermittelt wird, kann im prinzip ja der gesamte Datenverkehr mitgeloggt werden und anhand von downloads stellt man dann fest wofür man neue Software runterlädt, z.B. neuer Browser für Linux oder für Windows...
b) der Download einer neuen Software oder einer anderen Anwendung müste in echtzeit bei der Datenübertragung manipuliert (siehe c) werden und die gewünschte und vertrauenswürdige Software dann einen zusätzlichen beim installieren der Software mitgestarteten "bundestrojaner" starten.
c) Problem hierbei ist, dass dann die Datei eine andere größe hätte als im Download vielleicht angegeben. Vielleicht meckert Windows sogar das der Herausgeber nicht stimmt oder die Datei irgendwo nicht koscher ist.
d) Die Hersteller von runterladbarer Software liefern meist Programmpackete die sich vor dem Entpacken selbst prüfen - stimmt die prüfsumme nicht überein wird die installation abgebrochen. Der Trojaner wird vielleicht ausgeführt aber vermutlich wird jemand der so viel *Z* am stecken hat verdacht schöpfen wenn Downloads anders runterkommen als angegeben und dann die Leitung trennen etc.


Die Idee in Computersysteme (nach Gerichtsbeschluss) beliebig und wie ein Messer in Butter einzudringen und zu durchsuchen ist ein schlechter Witz überhaupt. Kein Softwarehersteller würde dies unterstützen, würde doch kein Kunde ein Produkt kaufen welches so etwas zuläßt (z.B. wenn die EU Microsoft dazu verdonnern wollte, und MS dies dann so ausführt war ich letzter Tag Microsoftfan)
Dann hieße es ja auch das nur Nutzer von bestimmter Software betroffen sind. Als Folgeschluss würde kein Terrorist diese Software oder überhaupt aktuelle Software benutzen. Linux oder ältere Internettaugliche Windowsversionen und nichtkommerzielle Opensource Software die garantiert Spywarefrei ist gäbe es genug, wenn in aktueller Software so etwas eingebaut wäre.

Wer auch immer die Idee ins Rollen gebracht hat, soll besser erst die technische Durchführbarkeit prüfen, sonst kommt demnächst noch die Verordnung für Hirnchirurgen verdächtige Patienten auf radikales Gedankengut zu prüfen (wer nun sagt was soll denn der Blödsinn - ich sage gleiches zu Onlinefestplatten durchsuchungen, Hirnströme lassen sich schließlich auch im prinzip generell messen, Computer lassen sich auch im prinzip generell hacken).

Antwort 5 von Cottet vom 05.05.2007, 21:18
Diese Onlinedurchsuchungen wurden unter Schily schon angewand, unerlaubterweise, wie sich ja kürzlich herausstellte. Außerdem scheinbar wenig erfolgreich. Falls eine Gesetzesänderung für eine rechtmäßige Onlinedurchsuchung kommt (abgesehen von der hohen technischen Hürde, in meinen Augen kaum umsetzbar), kann sich keiner mehr sicher sein, ob nicht auf seinem PC durch ein kleinen Irrtum so ein Bundestrojaner kommt - egal welches Betriebsystem oder welche Firewall benutzt wird. Wirtschaftsspionage sind Tür und Tor geöffnet, das Missbrauchpotenzial ist sehr hoch.
Falls jemand so etwas auf seinem PC entdeckt, kann man es sicher auch woanders anwenden, auf unschuldige Personen, Fremde. Bestimmt lassen sich z.B. Beweise auf den durchsuchten Rechner schieben, ohne das man es merkt.

Das ist ein heftiger, ja schon unverschämter Eingriff vom Staat in die Privatsphäre der Menschen, ohne dass man irgendeine Kontrolle darüber hat. Sensible Daten (Anwälte, Ärzte, Seelsorgedienste etc., ganz einfach nur persönliche und private Dinge auf dem heimischen PC) könnten in falsche Hände geraten.

Wirklich schützen kann man sich dagegen kaum bis gar nicht, aber ich bezweifle wie MixMax, ob es technisch überhaupt sinnvoll einsetzbar ist.

Antwort 6 von MixMax vom 05.05.2007, 21:18
Nachschlag

Wenn übrigens die "Bundestrojaner" funktion generell bestandteil einer Software ist (die aus bekannten Gründen dann von Terroristen nicht genutzt würde - und vermutlich auch von kaum jemand anders) dann heißt es natürlich auch, das diese Funktion früher oder später ob absichtlich oder zufällig von Hackern (ob gut oder böse sei dahingestellt) entdeckt wird, und natürlich dann entweder wie die Lücke im fall Sasser von einem Virusprogrammierer ausgenutzt werden könnte, oder manipuliert und unbrauchbar gemacht werden kann.

Viele Firmen wenden täglich sehr viel Arbeit auf um zu verhindern das es irgendeine möglichkeit gibt in Computersysteme einzudringen, wenn es so einfach wäre, wäre ich wohl schon öfter als einmal gehackt worden - und alle anderen auch was wiederum das Internet unbrauchbar machen würde.

Antwort 7 von greg68 vom 05.05.2007, 21:34
War der Schily nicht mal Anwalt von RAF-Terroristen?

Was mich viel mehr ängstigt ist die Tatsache, dass Terrorismus und Illegalität nicht von uns Normalos definiert wird sondern von eben den Menschen die nachher auf unseren Rechnern sitzen oder unsere Telefonate auswerten. Wie haben wir uns über die Stasi aufgeregt und nun? Auf dem Trittbrett der Terrorismus-Bekämpfung bauen wir eben das wieder auf. Selbst die "Unschuld-Behauptung" soll fallen. Mit anderen Worten: Wir sind alle verdächtigt irgendwas Illegales zu machen, solange wir nicht das Gegenteil beweisen können. Ich frage jetzt mal in die Runde: Wie hoch schätzt ihr den Anteil Terroristen in unserem Land ein? Kann das reichen um alle Bürger zu potentielle Verbrecher zu machen?

Mich widert das so heftig an. Mittlerweile grüsse ich am Telefon mit "...und einen Gruss an den BND...";-)

Gruss

Antwort 8 von alterHase vom 05.05.2007, 22:46
Interessanten Lesestoff zu diesem Thema u.A. im heise.de forum

Man kann gar nicht laut genug schreien um den durch unsere Politiker geplanten Freiheitseinschränkungen irgendetwas entgegenzusetzen.

Der BildLeser kriegt davon nämlich NULL mit.
Die ör-Medien schweigen sich auch aus.

Letztendlich geht's doch nur den Kleinen an den Kragen
*RaubmordKinderpronosKopierTerroristen*
btw:
Die offiziell zugegebenen, seid 2005 durchgeführten PC-Observationen haben mehr als 160 GB an Datenmaterial zusammengetragen, an denen heute noch immer ausgewertet wird. Die Ermittlungsbehörden seien hilflos überlastet. Man übergibt das Datenmaterial mittlerweile an outgesourcete Privatfirmen zur Analyse

Gute Nacht Deutschland

Antwort 9 von greg68 vom 06.05.2007, 00:42
das ist ja gradezu rosig!!

Skandalös!!! Mal gucken was passiert wenn ich Bombe schreibe und gleich mit jemanden telefoniere und singe:

"TNT dynamite...."

Gehört man dann schon zum Kreis der Auserwählten? Besser noch, ich spiele ein paar Nächte Simulatorpilot und habe Nacktphotos von meinem Sohn auf der Platte, wie er mit 2 Jahren im aufblasbaren Planschbecken rumhüpft.

Naja, vielleicht etwas übertrieben...;-)

Nacht

Antworten der Gruppe: PC-Sonstiges
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