
Die
Piratenpartei Österreichs warnt vor den Plänen der Europäischen Union, ein umfassendes Überwachungsnetzwerk einzurichten. Dabei soll es möglich werden, die gesamte Bevölkerung der Europäischen Union nach “abnormalem Verhalten” zu durchsuchen.
Wie von Zeit Online (
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-09/indect-ueberwachung) berichtet, investiert die EU seit Anfang des Jahres in ein Forschungsprojekt, welches Daten aus Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Telefonüberwachung, sowie Inhalte im Internet verbinden und in einer zentralen Suchmaschine verwertbar machen soll.
Erfasst werden sollen Daten aus Videoüberwachung, Telefon- und Mobiltelefondaten, Verbindungsdaten aus der Internetnutzung, sowie Inhalte von Webseiten, Foren, Blogs, Kommentaren und P2P Netzwerken.
Das den Namen “Indect” (Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment) tragende Projekt wird mit insgesamt 14,89 Millionen Euro finanziert. Dahinter stehen auf deutscher Seite die Bergische Universität Wuppertal, die Innotec Data Gmbh & Co KG und die Firma Psi Transcom GmbH.
Laut dem britischem Telegraph (
www.telegraph.co.uk/news/uknews/...) soll das “Project Indect” Software entwicklen, die Inhalte im Internet, aber auch in Privatcomputer nach “abnormalen Verhalten” durchsucht.
Der Telegraph zitiert dabei den Wissenschaftler Stephen Booth des Think Tanks "Open Europe". Dieser bezeichnet das Projekt als "eine riesige Invasion der Privatsphäre" und stellt die Frage ob die Bürger tatsächlich ein solches Projekt mit ihren Steuergeldern bezahlen möchten.