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Kurznachrichten: Festanstellung für Wikimedia-Autor, Assange wird nach Schweden ausgeliefert und Antizensur-Software späht User aus
Festanstellung für Wikimedia-Autor
Wie Wikimedia Deutschland am 30. Mai 2012 bekannt gab, wird ein verdienter Wikipedia-Autor wird beim Deutschen Archäologischen Institut (DAI) angestellt. Professor Reinhard Förtsch vom DAI gab an: „Wikipedia schließt eine wichtige Lücke in der allgemeinen Wissenschaftskommunikation. Sie kann beispielsweise sehr gute einführende Artikel zur Athener Akropolis liefern, in denen sowohl die frühen (Grabungs-)Photographien, als auch die neueste Literatur zu Akropolis-Fragen verknüpft werden können." In den nächsten sechs Monaten wird Marcus Cyron, langjähriger Wikipedia-Autor, zwischen dem DAI und der freien Online-Enzyklopädie als Schnittstelle angestellt. Eine Wikimedia-Sprecherin versicherte aber: „die Arbeit an Wikipedia bleibt ehrenamtlich."
Assange wird nach Schweden ausgeliefert
Der oberste Gerichtshof Großbritanniens hat entschieden, dass Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Schweden ausgeliefert wird. Allerdings wurde der Forderung der Verteidigerin Dinah Rose nach zwei Wochen Aufschub stattgegeben. Diese Zeit brauche sie, um eine Neuaufnahme vor dem Obersten Gerichtshof anzustrengen. Diese sei ihrer Meinung nach geboten, da sich der Supreme Court in der Urteilsbegründung auf die Wiener Konvention für diplomatische Beziehungen stütze, diese während der zweitägigen Anhörung im Februar aber nicht erwähnt habe. Die Abschiebung ist bis zum 13.Juni aufgeschoben.
Antizensur-Software späht User aus
Ein freier Zugang zum Internet ist das erklärte Ziel. Fakt scheint aber zu sein, dass genau im Windows-Tool Simurgh, mit dem Anwender in Iran und anderen Ländern staatliche Kontrolle umgehen wollen, ein Trojaner steckt, der staatlichen Ermittlern Zugang zu den Rechnern der Nutzer ermöglicht.
Dabei werden die Internet-Anfragen der User von Simurgh, anstatt wie vorgesehen über Server im Ausland umgeleitet, bei der modifizierten Version über andere Download-Seiten verteilt und nicht über die offizielle Website des Anonymisierungstools. Betroffenen wird geraten, schleunigst ihre Passwörter zu ändern. Die Entwickler der Simurgh-Software haben sich ebenfalls des Problems angenommen, erklärt Sophos. Sie haben ihr System so verändert, dass es jetzt einen Warnhinweis ausgibt, wenn jemand versucht, mit der infizierten Version von Simurgh online zu gehen. Nicht mal die Experten wagen zu schätzen, wie groß die Zahl der Betroffenen ist.
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