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Warum booten?





Frage

Wieso muß man eigentlich einen Windows-PC heutzutage noch hochfahren? Warum gibt es nicht die Möglichkeit, eine einmal vorgenommene Konfiguration zu speichern, so dass nach einen Neustart nicht das ganze System immer wieder gebootet werden muß? In meinen Augen ist das ein Zustand, wie er in früheren Zeiten besser gelöst war -> Schalter umlegen und loslegen! Ich erinnere mich noch daran wie groß das Geschrei in den Medien war als damals der Amiga 1000 kam und jedesmal die Workbench gebootet werden mußte ... wieso sind wir heute immer noch nicht weiter? Technische Gründe können es wohl kaum sein ...

Antwort 1 von IRON

Doch.
Das BIOS, von dem aus gebootet wird und das als erstes "Mini-Betriebssystem" startet, enthält und speichert doch die von dir genannten Einstellungen, die Rechnerkonfiguration. Irgendwie müssen ja die diversen und von PC zu PC sehr unterschiedlichen Komponenten unter einen Hut gebracht werden, damit sie beginnen, mit einander zu kommunizieren.

Antwort 2 von eMpTy

Gibt es doch.
Das sogennante Hibernating (z.B. unter Win2k), wo der gesamte Arbeitsspeicherinhalt auf die Festplatte gespeichert wird.

eMpTy


Antwort 3 von p.k.

@IRON: Na klar müssen die unter einen Hut. Aber wenn ich das individuell für meinen PC einstelle, muß das doch nicht jedes mal neu abgefragt werden. Und diese Einstellung muß auch nicht zu irgend einem anderen Gerät kompatibel sein ...

Antwort 4 von PotzBlitz

Hallo p.k.,

der Computer führt Selbsttests durch, sucht nach installierter Hardware und weist Systemressourcen zu. Ein Betriebssystem muss sich beim Starten auch erstmal umschauen, was denn so in der Kiste abgeht. Hardware wird erfasst und ggfs. getestet usw. Dabei sind heutige Betriebssystem dateiorientiert und die müssen auch erstmal geladen werden. Wenn du dir einen alten C64 anschaust, der war 2 Sekunden nach dem Einschalten betriebsbereit, aber nur deswegen, weil seine Konfiguration im Prinzip starr ist und sein Betriebssystem fest in einem ROM-Baustein eingeschweisst war. Es gab also keine Möglichkeit, das Betriebssystem zu ändern, wodurch die durchzuführenden Arbeiten beim Starten deutlich kleiner ausfallen konnten.

Ein heutiges Betriebssystem wie z.B. Windows ist bei jedem Computer einzigartig, denn es gibt Millionen Kombinationen an unterschiedlicher Hardware und die Benutzer unterscheiden sich auch in dem, was sie tun und installieren. Ohne diese Dynamik wäre alles steif und ohne Chance auf Weiterentwicklung. Wenn man das sich überlegt, dann ist der Neustart ein Übel, dass man angesichts der vielen Vorteile sicher sehr gerne annimmt. :-)

Gruss
PotzBlitz

Antwort 5 von p.k.

@PotzBlitz: Ich verstehe was Du meinst, aber ein Grund ist das in meinen Augen nicht. So wie bei meinem alten C64 ist die Konfiguration meines PC "steif" und wird i.d.R. nicht verändert. D.h. in meinen Augen muß z.B. die Prüfung nach neuer Hardware und Software nicht immer wieder neu stattfidnen (es hat sich seit gestern ja doch nichts geändert), auch muß mein "spezielles" Windows mit keiner anderen Hardwarekonfiguration kompatibel sein außer mit meiner eigenen. Sicherlich ist diese "dynamische Struktur" von Vorteil wenn es um die Anpassung an Millionen von System geht, aber trotzdem ist es für die Anwendung im Einzelfall eher störend. Und Vorteile bringt es mir auch nicht. Wenn ich mir z.B. einen neuen Drucker kaufe, dann weiß ich das und kann meinem Windows sagen "Ich hab einen neuen Drucker, such den Treiber". Deshalb muß diese Prüfung nicht jedes mal wieder automatisch stattfinden. Alles in allem finde ich die Booterei eher rückständig (auch wenn ich es nicht ändern kann ...)

Antwort 6 von TheHappyJoker

Die BIOS-Technik des bootens hat ja eigentlich schon mehrere Jahre (oder Jahrzehnte?) auf den Buckel. Blöderweise geht es da um Kompatibilität. Es gab' schon ewige Diskussionen darüber einen PC auf eine völlig neue Art booten zu lassen, also ohne die verstaubte BIOS-Technik des "Mini-Betriebssystems" (errinere nur an versch. Artikel in der c't). In der Theorie ist es auch möglich die ganze Architektur und den Aufbau eines Mainboards samt BIOS zu überarbeiten. Unglaubliche Performanceschübe wären möglich, wenn nicht mehr auf diese alte Technik aufgebaut werden müsste. Aber die Industrie baut einfach nicht solche Computer (zumindest nicht für den Otto-Normalverbraucher), weil dann die gesamte Computergemeinde nicht mehr kompatibel zu den neuen Standard wäre :-(

Antwort 7 von stigmata of d.

Hi,

das gibts doch schon länst alles.

Also ich hab ein Mainboard von QDI KinetiZ 7 E, da gibts die Option Quickboot.

Die ist standardmäßig deaktiviert, doch wenn du dann alle Teile zusammengebaut hast, kannst du diese option aktivieren.

Dann dauert der Vorgang vom einschalten bis zum Start Betriebssystem bei mir max. 2 Sekunden. Hab XP und brauch insgesamt 24 sekunden bis der Rechner startklar ist, inklusive NAV und NIS.

Nur wenn du irgendswas änderts, z.b. Speicher einbaust oder neu Graka, dann mußt du die Option Quickboot im Bios deaktivieren, damit das System sich neu konfiguriert und dann kannst dus wieder aktivieren und dich über einen schnellen Start freuen.


Daniel

Antwort 8 von p.k.

Mich stört nicht die Zeit vom Bios, sondern das Hochfahren vom OS! Beim Bios kann ich's sogar noch eher nachvollziehen, dass das sein muß ...

Antwort 9 von Windowshasser

Natürlich geht es anders, aber erzähl das mal Onkel Bill von Mikroschrott!!!
Ich erinnre mich an mein erstes Linux.
Linux fragt mich: Wie groß soll die Linuxpartition sein ? Ich gebe einen Wert ein, bestätige die Instalation und warte. Nach ca. einer halben Stunde schaue ich auf den Bldschirm, und siehe da: OK klicken zum Neustart, das wars!
Sofort lief das System. Es gibt nicht umsonst den Spruch: "Mausposition wurde verändert, bitte Windows neu starten damit die Änderungen wirksam werden ... "

Antwort 10 von Ich22

@windowshasser
Der Grund ist aber auch an den Programmen selbst zu suchen, die einen Neustart verlangen.
Müssen Linuxuser eigendlich immer und überall auf ihr bescheidenes Betriebssystem hinweisen?
Hat die Frage etwas gelautet:
"ist linux schei*sse oder nicht?"

Antwort 11 von Zemmel

Hi !

Ich hab´noch so einen Rechner, der nicht booten muß.
Einschalten, und schwupps :

*** CBM BASIC V2 ***

31743 BYTES FREE

READY.

Allerdings hat dieses Schmuckstück schon über 20 Jahre auf´m Buckel.
Fortschritt hat eben seinen Preis...

Gruß

Klaus