Supportnet / Forum / Plauderecke
Sprengstoff unter Brücken (Reactivated)
Frage
[quote]
Hallo
Meine Eltern haben mir so um 1985 (da war ich 12) bei der Fahrt über den Brenner erzählt das in Autobahnbrücken u.ä. an den richtigen Stellen Sprengstoff eingemauert sei, damit man die wenn der Iwan kommt zur Verteidigung sprengen kann. Stimmt das oder haben die einen Kriegsfilm zuviel gesehen (Arnheim, Remagen, Kwei ...)? Mein Lebensgefühl der 80er steht auf dem Spiel!
Gruß
Bernd
[/quote]
Hi!
Ich glaube ja persönlich die haben dir einen Bären aufgebunden, konnte auch nichts in der Richtung finden!
Weiß jmd. mehr?
Antwort 1 von anno_58
Nur zum Teil.
Unter Autobahnen und Brücken gibt es s. g. Straßensprengschächte. Hier könnte im "Bedarfsfall" Sprengstoff hingebracht und gezündet werden. Hintergedanke war, dass ein (aus dem Osten z. Bsp. ;-) ) vorrückender Feind in seiner Bewegung gehindert wird. Gleichzeitig sollten aber die Schäden, die ja auf eigenem Boden waren, so gering wie möglich gehalten werden. Es ist bekannt, das Sprengmeister die Wirkung ihrer Sprengungen recht genau berechnen können. Für jede Brücke, etc. die auf diese Art gesprengt werden sollte gab es dementsprechend alle erforderlichen Berechnungen, so das die Brücke nach erfolgreichem Bekämpfen des "Feindes" mit relativ einfachen Mittel und vor allem schnell wieder repariert werden konnte.
Gruß Anno
Rückmeldung wäre nett.
Unter Autobahnen und Brücken gibt es s. g. Straßensprengschächte. Hier könnte im "Bedarfsfall" Sprengstoff hingebracht und gezündet werden. Hintergedanke war, dass ein (aus dem Osten z. Bsp. ;-) ) vorrückender Feind in seiner Bewegung gehindert wird. Gleichzeitig sollten aber die Schäden, die ja auf eigenem Boden waren, so gering wie möglich gehalten werden. Es ist bekannt, das Sprengmeister die Wirkung ihrer Sprengungen recht genau berechnen können. Für jede Brücke, etc. die auf diese Art gesprengt werden sollte gab es dementsprechend alle erforderlichen Berechnungen, so das die Brücke nach erfolgreichem Bekämpfen des "Feindes" mit relativ einfachen Mittel und vor allem schnell wieder repariert werden konnte.
Gruß Anno
Rückmeldung wäre nett.
Antwort 2 von Foren-Fips
Nicht schlecht! Da hat jmd mitgedacht!
Antwort 3 von FibreFlex
moin
jau das stimmt,
hatten wir mal in der schule(is 20 jahre her)in der geschichtsstunde,aber ich glaube kaum,das dort heute noch ein "krümmel" vorhanden ist.
sollte eben dem "feind",den nachschub von waffen und lebensmitteln versauen.
ff
jau das stimmt,
hatten wir mal in der schule(is 20 jahre her)in der geschichtsstunde,aber ich glaube kaum,das dort heute noch ein "krümmel" vorhanden ist.
sollte eben dem "feind",den nachschub von waffen und lebensmitteln versauen.
ff
Antwort 4 von stocki
Hi,
und nicht nur Brücken sind oder waren betroffen, sondern auch ausgewählte Straßen - hauptsächlich in gebirgigen Gebieten - enthalten Sprengschächte, die nach der Zündung der Sprengsätze ein passieren unmöglich oder zumindest sehr schwierig machen sollen/sollten und damit den bösen Feind aufhalten.
Ob sich heutzutage Sprengstoff in diesen Einrichtungen befindet, weiß ich nicht. Im Zeitalter von Raketen würde m.E. das Ganze auch nicht viel Sinn machen. ich denke daß diese Dinger zu Zeiten des klaten Krieges entstanden sind. Und wegmachen ist wahrscheinlich zu teuer, also läßt man sie bestehen.
gruss stocki
und nicht nur Brücken sind oder waren betroffen, sondern auch ausgewählte Straßen - hauptsächlich in gebirgigen Gebieten - enthalten Sprengschächte, die nach der Zündung der Sprengsätze ein passieren unmöglich oder zumindest sehr schwierig machen sollen/sollten und damit den bösen Feind aufhalten.
Ob sich heutzutage Sprengstoff in diesen Einrichtungen befindet, weiß ich nicht. Im Zeitalter von Raketen würde m.E. das Ganze auch nicht viel Sinn machen. ich denke daß diese Dinger zu Zeiten des klaten Krieges entstanden sind. Und wegmachen ist wahrscheinlich zu teuer, also läßt man sie bestehen.
gruss stocki
Antwort 5 von Lutz1965
Hallo
z. B. die A 7 und die B 77 zwischen Rendsbug und Flensburg ist voll damit, mit den Schächten.
Ist für den Kriegsfall gedacht, falls der Fliegerstandort Jagel inn Feindeshand fallen sollte. So könnte man den Startbahnen und die Bundes- und Autobahnen in die Luft jagen....dann hat keiner mehr was davon....
Aber nun braucht es ja keiner mehr......Gott sei dank....:-)
z. B. die A 7 und die B 77 zwischen Rendsbug und Flensburg ist voll damit, mit den Schächten.
Ist für den Kriegsfall gedacht, falls der Fliegerstandort Jagel inn Feindeshand fallen sollte. So könnte man den Startbahnen und die Bundes- und Autobahnen in die Luft jagen....dann hat keiner mehr was davon....
Aber nun braucht es ja keiner mehr......Gott sei dank....:-)
Antwort 6 von dynamite-bernd
Danke! (vor allem an fips wegen dem reactivate)
Ich kanns fast nicht glauben das damals jeder bauingenieur bei der streckenplanung einer autobahn erstmal beim verteidigungsministerium anfragen musste ob er alles richtig gemacht hat!
Danke das ihr mein Weltbild und meine Achtung vor meinen Eltern gerettet habt!
Peace!
Bernd
Antwort 7 von Griemokhan
Zitat:
Ich kanns fast nicht glauben das damals jeder bauingenieur bei der streckenplanung einer autobahn erstmal beim verteidigungsministerium anfragen musste ob er alles richtig gemacht hat!
Ich kanns fast nicht glauben das damals jeder bauingenieur bei der streckenplanung einer autobahn erstmal beim verteidigungsministerium anfragen musste ob er alles richtig gemacht hat!
Interessantes Kapitel deutscher Automobilgeschichte
Antwort 8 von Hugo3
Hier gibt es viel Infos zum Thema:
http://www.lostplaces.de/sperren/index.html
http://www.lostplaces.de/sperren/index.html
Antwort 9 von Foren-Fips
Ich finds Klasse!
Deswegen wird heute das Geld was eigentlich in den Straßenbau und Erhaltung gesteckt werden sollte in andere Kassen verteilt!
Die haben noch was gut zu machen!
;)
Zitat:
(...)Der Autobahnbau, größtenteils finanziert durch die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung(...)
(...)Der Autobahnbau, größtenteils finanziert durch die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung(...)
Deswegen wird heute das Geld was eigentlich in den Straßenbau und Erhaltung gesteckt werden sollte in andere Kassen verteilt!
Die haben noch was gut zu machen!
;)
Antwort 10 von dieriedel
Hallo,
ich glaube, das ist echter Blödsinn.
Es gibt bei Brücken häufig Hohlräume
um Gewicht zu sparen. Ich kenne diese
Gerüchte auch, dass es sich dabei um
Sprengkammern handeln soll. Ist aber
unsinnig. Jede Brücke hat so viel empfind-
liche Stellen, dass es garnicht notwendig
ist, auch noch zusätzliche Sollbruchstellen
einzubauen.
Dieter Riedel
ich glaube, das ist echter Blödsinn.
Es gibt bei Brücken häufig Hohlräume
um Gewicht zu sparen. Ich kenne diese
Gerüchte auch, dass es sich dabei um
Sprengkammern handeln soll. Ist aber
unsinnig. Jede Brücke hat so viel empfind-
liche Stellen, dass es garnicht notwendig
ist, auch noch zusätzliche Sollbruchstellen
einzubauen.
Dieter Riedel
Antwort 11 von sasch
ey riedel,
hast du dir denn http://www.lostplaces.de/sperren/index.html
nicht angesehen?
nicht glauben, wissen ist macht.
aber nicht wissen macht auch nichts. ;o)
hast du dir denn http://www.lostplaces.de/sperren/index.html
nicht angesehen?
nicht glauben, wissen ist macht.
aber nicht wissen macht auch nichts. ;o)
Antwort 12 von anno_58
Also der Link (A8) ist sehr informativ. Nur die "ADM" Geschichte ist nicht so ganz... Was da über dieses Thema geschrieben wurde ist "freigegeben", mehr soll also wohl nicht gesagt/geschrieben werden.
Falls einer die "Stecksperren" für "Kinderkram" halten sollte:
Bei Übungen wurden die Träger "falsch" in die Schächte gestellt, damit sie nicht verriegeln konnten. Bei einer Übung wurde ein Träger "richtig" eingesteckt und verriegelte. Es musste nun unmittelbar neben dem verriegelten Träger ein Schacht gebohrt werden damit man den Träger an der Verriegelung abschneiden konnte. Eine Pioniereinheit brauchte hierfür fast 2 Tage, und das unter optimalen Bedingung (z. Bsp.: Kein Beschuss, denn Sperren werden ja bewacht!)
Gruß
Anno
Falls einer die "Stecksperren" für "Kinderkram" halten sollte:
Bei Übungen wurden die Träger "falsch" in die Schächte gestellt, damit sie nicht verriegeln konnten. Bei einer Übung wurde ein Träger "richtig" eingesteckt und verriegelte. Es musste nun unmittelbar neben dem verriegelten Träger ein Schacht gebohrt werden damit man den Träger an der Verriegelung abschneiden konnte. Eine Pioniereinheit brauchte hierfür fast 2 Tage, und das unter optimalen Bedingung (z. Bsp.: Kein Beschuss, denn Sperren werden ja bewacht!)
Gruß
Anno

